


Über die Grünanlagen "Planten un Blomen" geht folgende
Geschichte um:
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"Pestberges" beseitigt, unter dem im Jahr 1713 die zahllosen Toten der letzten großen Pest- epidemie in Hamburg beigesetzt worden waren. Um sich vor den Heimsuchungen des Dreißigjährigen Krieges zu schützen und seine Unabhängigkeit zu wahren, erweiterte und verstärkte Hamburg in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Befestigungsanlagen rings um den damaligen Stadtkern. Teile dieser Festungswerke sind heute noch in den |
| breiten Straßenzügen von Klosterwall, Steintorwall, Glockengießerwall,
Esplanade, Gorch-Fock-Wall und Holstenwall zu erkennen.
Immerhin kann Hamburg während der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft seine gewachsene Eigenart besser bewahren als andere deutsche Länder. Zur Niederdeutschen Gartenschau Planten un Blomen wird ein Teil der einstmaligen Befestigungsanlagen des Wallringes zu einem großen Gartenpark ausgestaltet.Westlich der Alster hat man die alten Wallanlagen gärtnerisch zu Parkarealen ausgestaltet, die unter den Bezeichnungen Planten un Blomen, Alter Botanischer Garten, Kleine Wallanlagen und Große Wallnlagen bekannt sind. Wenngleich diese vier Grünzonen durch verkehrsreiche Straßen voneinander getrennt werden, hat man sie als großen Freizeitbereich 1973 zunächst unter dem Namen Wallringpark zusammengefasst, 1986 aber den Namen 'Planten un Blomen' auf die Gesamtanlage übertragen, die umgrenzt wird von Rentzelstraße, Tiergartenstraße, Dag-Hammarskjöld-Platz, Dammtordamm, Gorch-Fock-Wall, Holstenwall, Millerntordamm, Glacischaussee (Heiligengeistfeld), Holstenglacis, Bei den Kirchhöfen und Jungiusstraße. Der weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus bekannte Gartenpark Planten un Blomen (sprich Planten un Blóumen = plattdeutsch für Pflanzen und Blumen) ist Hamburgs beliebteste Grünanlage. Hier - im Bereich zwischen Rentzelstraße, Tiergartenstraße, Dammtor, Marseiller Straße und Jungiusstraße gelegen, war früher der Zoologische Garten. Er wurde 1861 von Ernst Merck gegründet.(Auf dem Messegelände von Planten un Blomen gibt es eine Halle die nach ihm benannt wurde, die "Ernst Merck Halle"). Später führte Alfred Edm. Brehm, der Verfasser des Werkes "Brehms Tierleben",als Direktor den Zoo. 1935 wurde aus dem Zoo "Planten un Blomen". Bereits im Jahre 1930 begann die Umgestaltung des Zoologischen Gartens in einen Volks-, Vogel- und Vergnügungspark. In den Jahren 1934 - 1935 wurde die Parkanlage unter Leitung des Gartenarchitekten Karl Plomin für die Niederdeutsche Gartenschau neu gestaltet. Zu dieser Zeit erhielt der Park den Namen "Planten un Blomen". Die drei sich anschließenden Internationalen Gartenausstellungen (IGA) in den Jahren 1953, 1963 und 1973 veränderten das Gesicht der Anlage erheblich. Nach der letzten IGA wurde das gesamte Gelände unter dem Namen "Wallringpark" vom Bezirksamt Hamburg-Mitte verwaltet, mittlerweile erstreckt sich Planten und Blomen über die gesamten Wallanlegen.Karl Plomin wurde vor allem durch Gartenausstellungen bekannt. Der Reigen begann 1935 während des 3. Reiches, als er die Niederdeutsche Gartenschau auf dem Gelände von Planten un Blomen leitete und gestaltete. 1950/51 plante er die Staudenschau der 1. Bundesgartenschau in Hannover. Für Hamburg besonders wichtig war seine Beteiligung an allen drei Internationalen Gartenbauausstellungen in der Hansestadt. Die IGA '53 sah ihn als Gestalter, die IGA '63 als Gesamtleiter und auch Teile der IGA '73 waren sein Werk. Wunderschön angelegte Wasserterrassen, mit Goldfischen und Seerosen, führen zum See hinunter, den es schon zur Zeit des Zoo`s gab. Da hatte er auch eine Fontäne, die bei besonderen Anlässen, abends beleuchtet wurde. Heute sind dort die herrlichen Wasserspiele, die auch abends mit vielen bunten Scheinwerfern, die unter dem Wasser liegen, beleuchtet werden. Dieses nennt man die "Wasserlichtorgel", weil die Wasserfontänen aussehen wie Orgelpfeifen. Über Lautsprecher wird synchron zu den Fontänen und dem Licht Musik gespielt. Man kommt hierher wegen der wunderschönen Blumenanlagen, der Wasserlichtorgel im Parksee, der Spielplätze, eines Musikpavillons und dem Restaurant Café Seeterrassen |